Der Tervueren

Der oben erwähnte schwarze Hütehund Piccard war ebenfalls der Stammvater des Tervueren und der sogenannten Andersfarbigen.

Er deckte eine rot-braune, gut charbonnierte (charbonnage- der schwarze Anflug im Fell „berußt“) Miss.

Mit einem rotbraunen Rüden namens Milsart wurde stark Inzucht betrieben, das Augenmerk galt in erster Linie der Farbe mit dem Erfolg, dass diese Hunde rasch an Rassentyp einbüßten.

Da zudem ein ständiger Streit um die Farben wogte, gingen viele Züchter zum Groenendael oder Malinois über.

Sogar die Clubs spalteten sich. Dazu kamen die Weltkriege, die die Existenz der Rasse bedrohten und jedes Mal einen Neuanfang erzwangen.

Der Tervueren zählt mit seinen leuchtenden Farben und dem schönen Fell sicher zu den schönsten Hundeerscheinungen.

Nach meiner Erfahrung und aus den Gesprächen mit Züchtern beider Varianten ist der Tervueren nerviger als der Groenendael, noch mehr auf seine Menschen fixiert und durchaus nicht einfach in der Erziehung, da er Fehler nicht so schnell verzeiht.

Wer ihn zu motivieren versteht und mit ihm umgehen kann, findet im Tervueren einen für Obedience- oder Agility bestens geeigneten Hund, der schnell, spielfreudig und leichtführig ist.

Erstaunlicherweise sind diese attraktiven Hunde in Deutschland eher selten.

 

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